Vorkämpferin für die Interessen der Frauen

Elisabeth Langner vor 35 Jahren verstorben

In diesen Wochen, in denen die Sozialdemokraten die Arbeit für ihr Projekt 2021 anlässlich des 100jährigen Bestehens des Lippstädter SPD-Ortsvereins im Jahr 2021 gestartet sind, entdeckte die Redaktion der Jubiläumspublikation auch ein Portrait über die Sozialdemokratin und Gewerkschaftlerin Elisabeth Langner aus dem Jahr 2013. Damit wurde an das im September 1983 verstorbene SPD-Ratsmitglied erinnert.

Lippstadt am Freitag, 30. März 1979:
Die Lippstädter Ratsfrau und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, Elisabeth Langner (vorne), empfängt im Europawahlkampf im Erich-Wandel-Zentrum der Arbeiterwohlfahrt die von 1972 bis 1976 amtierende Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit, Dr. Katharina Focke (links). Mit dabei waren von links Hans Zaremba, Engelbert Sander, damaliger Bundestagsabgeordneter, und Renate Franke.
Archiv-Foto: Sammlung Hans Zaremba

Durchsetzungsfähige Frau

Wenn der SPD-Ortsverein in Lippstadt Anfang 2021 seine Schrift mit dem vorläufigen Titel „Lippstädter Sozialdemokraten schreiben Geschichte“ präsentiert, wird sie auch eine Reminiszenz an die durchsetzungsfähige SPD-Frau Elisabeth Langner beinhalten. Lange bevor die Quotierungsbeschlüsse des SPD-Bundesparteitages von Münster im August 1988 den Aufstieg für die Frauen in der SPD erleichterten, hatte die am 10. November 1925 in Oppeln (Schlesien) geborene spätere Sozialdemokratin schon etliche Positionen in ihrer Partei erklommen. Noch in der Amtszeit des von der SPD gestellten Bürgermeisters Jakob Koenen zog sie in den Lippstädter Stadtrat ein, dem sie von 1969 bis zu ihrem Tod im Jahr 1983 fortwährend angehörte. Mit ihren inzwischen verstorbenen Kollegen aus den Gewerkschaften in Lippstadt, wie Berni AlffHans BesserWerner FrankeFranz HombergEngelbert Sander und Hermann Schuchtrup, gab sie der SPD vor Ort eine starke gewerkschaftliche Prägung. Es waren jene Jahre, als es für viele der aktiven Gewerkschaftler eine Selbstverständlichkeit war, sich zugleich in der SPD zu engagieren.

Selbstloses Engagement

Frauen mehr für die Politik zu interessieren, sie anzuregen, auch aktiv zu werden, war für die gelernte Verwaltungsangestellte eines ihrer zentralen politischen Ziele. Dies zu einer Zeit, wo die Quotierung noch nicht zum SPD-Statut gehörte und Gleichstellungsbeauftragte noch unbekannt waren. Viele Verdienste hat sie sich als Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) in Lippstadt und auf der Kreisebene erworben. Ebenso auch als Kassiererin des Lippstädter SPD-Ortsvereins. Für ihren außergewöhnlichen und selbstlosen Einsatz erhielt Elisabeth Langner im Mai 1982 das Bundesverdienstkreuz.

Quellenangabe

Dieser Beitrag wurde von Hans Zaremba am 7. September 2018 für das Internet veröffentlicht.