Ehrung verdienstvoller Jubilare

Hans Zaremba stellte Tradition der SPD heraus

Auf die stattliche Zahl von insgesamt 36 langjährige Mitglieder der SPD, die ihrer Partei 20, 25, 30, 35, 40 und in einem Fall gar 45 Jahre angehören, konnten die Kernstadt-Sozialdemokraten „mit berechtigtem Stolz“, so ihr Vorsitzender Hans Zaremba, schauen, als sie sich am vergangenen Wochenende im Lippstädter Rathaussaal zur Ehrung ihrer Jubilare trafen. Gekommen waren auch der heimische Europaabgeordnete Helmut Kuhne aus dem benachbarten Bad Sassendorf und die Bürgermeisterkandidatin der SPD, Sabine Pfeffer, und für die musikalische Untermalung der Lippstädter Saxophonist Dieter Hermes.

45 Jahre Mitglied in der SPD:
Horst Langner, zweiter von links und ehemaliger Ratsherr, wurde vom SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Hans Zaremba (rechts) und dem Europaabgeordneten Helmut Kuhne (zweiter von rechts) geehrt. Mit im Bild Elisabeth Kuppert, ehemalige Vizelandrätin, und Edgar Thombansen, Neffe des früheren Bürgermeisters Jakob Koenen. Archiv-Foto: Sammlung Hans Zaremba

Dank und Lob für Gerhard Schröder

Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Hans Zaremba stellte in seiner Begrüßung heraus, dass die deutsche Sozialdemokratie auf über 140 Jahre ihres Bestehens, die Kernstadt-SPD auf 82 Jahre und ihren Jubilaren insgesamt auf über 1100 Jahre Mitgliedschaft in der SPD zurückschauen können. Auf eine so lange Tradition könne in Deutschland keine Partei zurückblicken. Dies gelte auch für Lippstadt, wo die anderen derzeit im Rat vertretenen Gruppierungen alle erst nach 1945 und zum Teil in den letzten 20 Jahren entstanden seien. „Stolz können wir auch auf unsere Jubilare sein, die sich mit uns inzwischen über Jahrzehnte gemeinsam für eine freie und gerechte Gesellschaft engagiert und dazu unserer Partei beigetreten sind“, hob Hans Zaremba hervor. Ebenso ging der lokale SPD-Vorsitzende auch auf die aktuelle Lage nach der Ankündigung des Wechsels im Bundesvorsitz der Sozialdemokratie von Gerhard Schröder auf Franz Müntefering ein. Ungerecht habe er die Schlagzeile „Schröder geht – SPD jubelt“ empfunden, weil sie der Rolle und den Verdiensten von Gerhard Schröder absolut nicht gerecht werde. Ohne den ausgeprägten Willen zur Macht von Gerhard Schröder wäre es nicht möglich gewesen, dass die SPD nach 16 Jahren Opposition zweimal die Bundestagswahl gewonnen habe und jeweils stärkste Partei geworden sei. „Dafür haben wir Gerhard Schröder zu danken“, unterstrich Hans Zaremba.

.Würdigung durch Helmut Kuhne und Sabine Pfeffer

Eine Würdigung der Jubilare nahm der Europaabgeordnete Helmut Kuhne vor und erinnerte an den Wandel der Zeit, den die Sozialdemokratie von 1949 bis in die Jetztzeit erfahren habe. Dazu gehöre „die bewusste politische Entscheidung“ mit dem Godesberger Programm, wodurch die Partei aus dem 30 Prozentturm raus gekommen und schließlich auch im Bund Regierungspartei geworden sei. Die mit der Regierungserklärung von Bundeskanzler Willy Brandt im Herbst 1969 („Wir wollen mehr Demokratie wagen“) angestossenen inneren Reformen hätten dazu geführt, dass sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber „auf gleicher Augenhöhe begegnen konnten“. Mit der von Willy Brandt in den 70ziger Jahren gleichfalls eingeleiteten Ostpolitik könne die SPD für sich den Anspruch erheben, „das Tor in Richtung Osten aufgestoßen“ zu haben. Die Bürgermeisterkandidatin der Lippstädter SPD, Sabine Pfeffer, hob die Bereitschaft der Jubilare für das Allgemeinwesen und die SPD hervor, ihre Kraft und Einsatzwillen zur Verfügung zu stellen. Sie dankte den Jubilaren für ihre langjährige Treue zur SPD und die Beispiele der älteren Jubilare sollten für heutigen Aktiven Ansporn genug sein, bei den kommenden Herausforderungen erfolgreich zu bestehen.

Urkunden und Ehrennadeln

Ausgezeichnet wurden mit Urkunden und Ehrennadel Horst Langner für 45 Jahre, Berni Alff, Friedhelm Arthecker, Heinfried Heitmann, Ewald Köbe, Anton Ostkamp, Ilse Schenk, Edgar Thombansen und Heinz Weweler (alle für 40 Jahre), Erika Bärwinkel, Karl-Heinz Brülle, Franz-Josef Brunsmann, Bruno Ceravolo, Willi Kröger, Elisabeth Kuppert, Bruno Loebel, Willi Römer, Anneliese Sander und Ewald Wippermann (35), Heinz Boneberger, Angelika Borgelt, Anita Brülle, Margret Geßling, Dr. Franz Walter Henrich, Erika Martin, Wolfgang Schroeter, Angelika und Hans Zaremba (30), Wolfgang Horstmann, Andreas Knapp und Udo Schimanke (25) sowie Francisco Casado Perez, Pasqualino Palermo, Uwe Reimann, Bernhard Scholl und Udo Strathaus (20).

Quellenangabe

Dieser Beitrag wurde am 13. Februar 2004 von Hans Zaremba für das Internet und die lokalen Printmedien veröffentlicht.