Die Geschichte der Entstehung von Rote Lippe Rose (RLR) reicht bis in den März des Jahres 1986. Damals wurde das Blatt mit dem Titel Rote Lippe Rose intern als Informationsdienst des SPD-Ortsvereins in der Kernstadt von Lippstadt gegründet. Der Namensgeber war der spätere Ratsherr Elmar Arnemann. Anfangs beinhaltete die Veröffentlichung hauptsächlich die Ankündigung von Terminen der SPD. Später kamen bebilderte Artikel über Treffen der ältesten deutschen Partei hinzu. Nach der im Februar 2012 erfolgten Vereinigung der SPD-Gliederungen in der Kernstadt und Cappel blieb der Charakter als internes Mitteilungsblatt vorerst erhalten. Dafür stand im Namen auch der Begriff „intern“. Zugleich erweiterte sich die Leserschaft über die örtliche Sozialdemokratie und die Grenzen des Stadtgebietes von Lippstadt hinaus.
Informationen zum Zeitgeschehen

Die an diesem Tag im Rathaussaal stattgefundene Veranstaltung über die „wilden Streiks“ in Lippstadt im Sommer 1973 war ein Thema in der erstmals unter der Bezeichnung Rote Lippe Rose im Herbst 2023 veröffentlichten Ausgabe. Abgebildet sind von links die Moderatorin des Abends, Sükran Budak, Gewerkschaftssekretärin beim Bundesvorstand der Industriegewerkschaft Metall (IGM), die einstigen „Hella“-Arbeitnehmer Irina Vavitsa und Vito Ficara sowie der vormalige Erste Bevollmächtige der IGM für Düsseldorf-Neuss, Nihat Öztürk.
Archiv-Foto: Hans Zaremba
Neuerungen
Ursprünglich wurde Rote Lippe Rose intern vorwiegend von einem ehrenamtlichen Team als Papierausgabe den Leserinnen und Lesern zugestellt. Dies veränderte sich im Jahr 2020 während der Corona-Pandemie, als die Zeitung auch über den elektronischen Weg verschickt wurde. Nach der im September 2023 erfolgten Neuausrichtung der Organisation der Lippstädter Sozialdemokratie durch die Auflösung des SPD-Stadtverbandes mit der Verschmelzung der zu jener Zeit fünf eigenständigen SPD-Ortsvereine zum gemeinsamen SPD-Ortsverein Lippstadt wurde aus Rote Lippe Rose intern die Publikation Rote Lippe Rose mit ihrem Untertitel Informationen zum Zeitgeschehen. Damit wechselte auch die Herausgeberschaft vom vormaligen bis Mitte September 2023 bestehenden SPD-Ortsverein Lippstadt (mit seiner Zuständigkeit für die Lippstädter Kernstadt und den Ortsteil Cappel) zum im Dezember 2022 gegründeten Verein Historie der Arbeiterbewegung in der Region Lippstadt e.V. mit Sitz in Lippstadt. Seit dem November 2023 erscheint Rote Lippe Rose in der Regel jeweils zum Beginn des Monats. Parallel wurde der Auftritt www.rote-lippe-rose.de mit den Titelköpfen Übersicht der Ausgaben von Rote Lippe Rose, Wochenrückblick und Pressebeiträge im Internet installiert. Überdies erfolgte im Zuge dieser Neuerungen eine Ausweitung der geschilderten Inhalte. Neben den Meldungen über die Kommunalpolitik und Sozialdemokratie werden von RLR auch Beiträge über das Engagement der Arbeiterwohlfahrt und Gewerkschaften (und ihre traditionsreiche örtliche Geschichte) verlautbart. Darüber hinaus Betrachtungen zur Kulturszene in der heimischen Region und über das Geschehen rund um den Fußballsport in Lippstadt und im Umland.

Momentaufnahme in RLR bei der Gedenkveranstaltung zum 50. Todestag des Politikers und Sportfunktionärs Jakob Koenen in der Jakobikirche.
Archiv-Foto: Heiner Bergmann
Extra-Ausgaben
Darüber hinaus erstellt RLR auch Extra-Nummern zu speziellen Themen: Im April 2025 der Blick auf die Gebietsreform der heimischen Region in 1975 zur im Mai 2025 anberaumten Diskussion zur Neuordnung im Nicolaiforum der katholischen Kirche. Ebenso entstand im Februar 2026 das Sonderheft Stadtjugendamt – eine Erfolgsgeschichte im Vorfeld des im März 2026 im Rathaus ausgerichteten Dialogs Stadtjugendamt – Rückblick und Ausblick. Zum Jahreswechsel 2026/27 wird die Extra-Ausgabe mit dem vorläufigen Titel Lippstädter schreiben Geschichte folgen. Mit ihr sollen Persönlichkeiten aus der Arbeiterbewegung – von der Arbeiterwohlfahrt, über die Gewerkschaften und Sozialdemokratie – mit Portraits dargestellt werden, die prägend in Lippstadt gewirkt haben.
Schwerpunkte
Besondere Schwerpunkte in RLR waren ab dem Herbst 2023 die vom Lippstädter Comedian und Moderator Matze Knop in den Jahren 2023, 2024 und 2025 mit viel Prominenz aus dem Show- und Sportbusiness veranlassten Veranstaltungen für die Aktion Kinderlachen auf dem weitläufigen Gelände des SV Lippstadt 08 im Norden der Lippstädter Kernstadt. Zudem begleiten die Informationen zum Zeitgeschehen die vom Literaturwissenschaftler mit Lippstädter Wurzeln, Professor Dr. Michael Göring, initiierten Gespräche im Stadttheater Was ich immer schon sagen wollte. Eine bemerkenswerte Veranstaltungsreihe mit illusteren Gästen: Von den vortrefflichen deutschen Journalisten Georg Mascolo und Giovanni di Lorenzo über dem einstigen Staatssekretär im Auswärtigen Amt sowie Botschafter von Deutschland in London und Washington, Wolfgang Ischinger, bis zu den früheren Spitzenpolitikern aus der SPD mit dem einstigen Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und neunten Regierungschef der Bundesrepublik Deutschland, Olaf Scholz.
Würdigungen
Obendrein greift RLR bedeutende Begebenheiten aus der Geschichte der Arbeiterbewegung in Lippstadt auf. So am 16. Januar 2024 das zum 50. Todestag von Jakob Koenen (1907-1974) vom Verein Historie der Arbeiterbewegung in der Region Lippstadt e.V. herausgebende Buch Jakob Koenen – Bürgermeister – Bundestagsmitglied – Mann des Sports – Ehrenbürger. Daneben die in der Jakobikirche ausgerichtete Veranstaltung mit den Würdigungen von Dr. Walter Leimeier, Heimatchronist, über die politischen Leistungen und von Manfred Schnieders, Präsident des FLVW (Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen), zum Wirken für den Sport von Jakob Koenen. Und die dazu von Franz Bußmann und Karl-Heinz Tiemann mit Zeitungsartikeln und Fotos gestaltete Ausstellung Stationen eines Lebens für das Gemeinwesen im Kulturraum für Wort, Klang und Bild.
Hans Zaremba


